Karate, Squash und Fitness

Vor über 25 Jahren hat Michael Kieser seinen Traum zum Beruf gemacht – im fit + fun Squash- und Fitness Club bringt er Gotha seitdem zum Schwitzen.

Rund ein Dutzend Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und acht Jahren toben im Karate-Raum im fit + fun Squash- und Fitness Club über die bunten Matten. In dem Moment, in dem Trainer Michael Kieser wortlos den Raum betritt, endet der Trubel abrupt: Nur wenige Sekunden später stehen alle in einer Reihe und erwarten sichtlich gespannt den Beginn der Karatestunde. Auf der anderen Seite der Glasfront, wo die Eltern ihren Sprößlingen bei der Trainingsstunde zusehen, herrscht dann immer wieder Erstaunen. „Ich wundere mich immer wieder, wie diszipliniert die Kinder sein können und wie gut sie hören“, erzählt Claudia Fiedler, derweil ihr sechsjähriger Sohn Henry drinnen gerade mit einem Partner Grundübungen absolviert. Während der Übungen wird auch schonmal auf japanisch oder russisch mitgezählt – damit beim Training des Körpers auch der Kopf nicht zu kurz kommt.

Einer der letzten Häfen für Squash-Fans

Für Michael Kieser sind Kinder- und Jugendkurse ein wichtiges Standbein seiner täglichen Arbeit. Gleich nach der Wiedervereinigung hatte der Diplom-Sportlehrer die Gunst der Stunde genutzt und in der Schlegelstraße sein eigenes Studio mit 800 m² im ehemaligen elterlichen Garten gebaut – und so sein Hobby zum Beruf gemacht. „Angefangen hat alles im Jahr 1991 mit einer Karateschule, ein Jahr später kam auch der Fitnessbereich dazu“, erinnert er sich. Zudem gehören drei Squashfelder zum Angebot – ein Sport, den man im Freistaat nur noch an wenigen Orten ausüben kann. „Ich war einer der ersten in Thüringen, die Squash angeboten haben, und wenn die Entwicklung so weitergeht, werde ich auch bald einer der letzten sein“, kommentiert er den aktuellen Trend. Die Nachfrage nach seinen Angeboten sei von Anfang an sehr hoch gewesen und halte bis heute an, erklärt Michael Kieser. Ein besonderes Highlight: Der engagierte Sportler macht auch „Hausbesuche“ für Schüler. „An fünf Schulen komme ich in der Mittagspause in den Hort und mache dort eine Stunde Training. Das wird sehr gut angenommen.“ An zwei Außenstellen in Neudietendorf und Apfelstädt bietet er ebenfalls Trainingseinheiten.

Während Marian Bejinarius' Tochter
am Karatekurs teilnimmt, nutzt der Vater die Zeit zum Trainieren.

Andreas Göbel/ ag-wort.de

Persönliche Betreuung statt Anonymität

Doch auch im täglichen Geschäft mit Erwachsenen steht für Michael Kieser die individuelle Betreuung im Vordergrund. „Unsere Philosophie ist es, unsere Kunden immer mit einzubeziehen.“ Die Trainer erklären die jeweiligen Übungen, korrigieren bei Bedarf und verdeutlichen zudem, welchen Effekt die Trainingseinheit hat. „Wir erklären viel, wenn das gewünscht wird. Deshalb haben wir ausschließlich hochausgebildete Trainer. So etwas kann ein Trainingszettel oder eine App nicht leisten.“ Ob Breitensport, Selbstverteidigung oder Leistungssport, ob Karate, Rückenschule oder Fitnessprogramme: Für jedes Alter und jeden Trainingsstand der rund 600 Mitglieder bietet Michael Kieser ein individuelles Programm.
Genau wie in seinem Studio ist die persönliche Betreuung auch wichtig, wenn es um geschäftliche Fragen geht. „Ich bin überzeugter Kunde der Stadtwerke Gotha, weil es immer einen direkten Ansprechpartner gibt“, erklärt Michael Kieser. „Außerdem bin ich Lokalpatriot, ich fühle mich mit meiner Stadt verbunden, deshalb kommen Billig-Anbieter für mich nicht infrage.“ Der Erfolg von Michael Kiesers Anstrengungen zahlt sich aus: So wurde der Karateverein Nippon Gotha mehrfach mit Nachwuchsförderpreisen ausgezeichnet, bei den Deutschen Karatemeisterschaften für Schüler 2017 waren die Nachwuchssportler der drittbeste Verein.