Neue Technikfür alten Schlachthof

Mehr als 120 Jahre hat das Ensemble an der Uelleber Straße auf dem Buckel.Jetzt sorgt eine moderne Kaskadenheizung für Wärme in dem Kulturdenkmal.

Die

Die Installationsfirma von Helmut Bartsch konzipierte die Kaskadenheizung für den AltenSchlachthof.

Der Heizungsfachmann Helmut Bartschsteht mitten im geräumigen Heizungsraumdes Alten Schlachthofs in Gothaund zeigt auf die Spuren im Fußboden:Das muss man sich mal vorstellen: Bishierher ging alleine der Kessel der altenAnlage. Mehrere Meter Durchmesserhat der Umriss im Beton, das Gerät füllteden riesigen Raum einmal zur Hälfteaus. Die neue Anlage wirkt dagegen fastunscheinbar: Drei etwa kühlschrankgroßeBrennwertkessel versorgen heutedas gesamte Gebäude mit Wärme. Beim alten Kessel gab es im Prinzip nureinen An- und Ausschalter, die neueKaskadenanlage reagiert auf den tatsächlichenVerbrauch, erklärt er. DerClou: Bei wenig Verbrauch läuft nur eineAnlage, bei Bedarf werden die anderenzugeschaltet.

Seit

Seit 1994 ist der Alte Schlachthof ein multifunktionales Gewerbezentrum.

1993 wurde der Alte Schlachthof umgebautund mit neuen Heizanlagen ausgestattet. 12 Gewerbeeinheiten habensich in den verschiedenen Gebäudenniedergelassen, insgesamt fünf Heizungenmüssen in den kommenden Jahrenerneuert werden. Mit dem großenZentralgebäude, das eine Tierarztpraxis,ein Sportgeschäft und ein Szenelokalmit Konzertsaal beherbergt, wurde derAnfang gemacht.

Kleiner und sparsamer

Die Anlage war nicht nur in die Jahregekommen, sondern aus heutiger Sichtauch überdimensioniert, sagt FrankBartsch, der den väterlichen Betrieb inden kommenden Jahren übernimmt. AlsDiplom-Ingenieure bringen die beidenMänner viel Know-how mit, das sichauch im Falle des Alten Schlachthofsausgezahlt hat: Wir sind in der Lage,auch so große Anlagen wie diese hier zuberechnen, planen und auszuführen,sagt Helmut Bartsch.

Frank

Frank Bartsch (r.), der Sohn von Helmut Bartsch, übernimmt das Unternehmen in den kommenden Jahren.

Dieneuen Wärmeerzeuger inKaskadenausführung warenfür uns eine interessanteHerausforderung, indie wir unsere langjährigenBerufserfahrungeneinfließen lassen konnten.Neben der höherenEnergieeffizienz konntedie Anlage nun auchdeutlich kleiner dimensioniertwerden.Bestes Beispiel dafür istder hohe Kamin, der dasGebäude weithin sichtbarüberragt. Der Basisdurchmesser beträgtam Boden fast zwei Meter. Beim Umbauwurden die Edelstahlrohre im Innern ersetzt.Weil die Abgase nicht wärmer als85 Grad Celsius werden, genügte dafürein Kunststoffrohr mit nur 20 ZentimeternDurchmesser. Sogar aus dem Kondenswasser– unter Volllast fallen beachtliche17 Liter in der Stunde an – wirddie Restwärme herausgefiltert. DieMaximalleistungder Anlage wurde angepasst,von bisher 350 Kilowatt auf315 Kilowatt.

Reparatur inklusive

Zufrieden zeigt sich auch Peter Honnef,der Objektbetreuer der Anlage. Besondersdie Finanzierung sei durch den Abschlusseines GothaTherm-Vertrages mitden Stadtwerken Gotha sehr attraktiv,gerade für Besitzer großer Immobilien.Der Eigentümer muss nicht in Vorleistunggehen, um seine Heizung auf Vordermannzu bringen. Das ist das Schönean der Sache, sagt er beim Rundgangdurch die Anlage. Zudem müsse mansich während der Vertragslaufzeit keineSorgen um Reparatur- und Wartungskostenmachen.

Udo

Udo Weingart ist seit Januar 2015 Vertriebschef bei denStadtwerken Gotha.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Kundenschließen mit den Stadtwerken Gothaeinen Zehn-Jahres-Vertrag zur Abnahmevon Wärme ab. Im Gegenzug finanzierendie Stadtwerke die Sanierung deralten Heizungsanlage und tragen zudemdie Kostenfür Reparaturen und regelmäßigeWartungen. Dabei spielt es keineRolle, ob es sich um eine Einzelperson oder einen gewerblichen Kunden wieeine Hausverwaltunghandelt. So verwundertes kaum, dass sich GothaThermwachsender Beliebtheit erfreut: DieNachfrage geht geradezu durch die Decke,sagt der neue Vertriebsleiter derStadtwerke, Udo Weingart. Seit Anfangdes Jahres ist der gebürtige Sachse bei den Stadtwerken beschäftigt, doch inder Region lebt er bereits seit 25 Jahren.Für die Kunden sei vor allem wichtig,dass es einen festen Ansprechpartnergebe. Das nötige Know-how der Heizungsbaufirmensei deshalb unverzichtbar.Derzeit arbeiten sieben Heizungsbaufirmenals Partner der Stadtwerke.

Kontakt

Helmut Bartsch Heiztechnik
Sanitär · Heizung · Klima
Grüne Gasse 2a
99867 Gotha-Siebleben
Tel.: 03621 51188-0
Fax: 03621 51188-21
E-Mail: info@bartschheiztechnik.de
www.bartsch-heiztechnik.de


Ihr Heizungsfachberater

Das sind die Fachberater aus derRegion, mit denen die StadtwerkeGotha für ihr Angebot GothaThermzusammenarbeiten:

  • Handwerksmeisterbetrieb GeorgJakob – Bad- und Energiesysteme,Obertor 10, 99867 Gotha
  • Häring GmbH – Gebäude- undEnergietechnik, Backhausgasse 2,99869 Goldbach
  • Andreas Widder GmbH – Zentralheizungen,Sanitäranlagen, Be- undEntlüftungen, Emminghausstraße 11c,99867 Gotha
  • Heizungs- und SanitärinstallationMichael Fialik, Unterstraße 38,99867 Gotha-Siebleben
  • Lutz Kleinsteuber MeisterfachbetriebSanitär & Heizung, Boxbergstraße 1a,99867 Gotha-Sundhausen
  • R onny Helwich Heizung & Sanitär,Arndtstraße 19, 99867 Gotha
  • Helmut Bartsch Heiztechnik, GrüneGasse 2a, 99867 Gotha-Siebleben